FAQ – Häufige Fragen
Sie haben Fragen zu meiner Arbeit, zu Therapie oder Paartherapie, zu Transaktionsanalyse, zu Supervision und Weiterbildung? Oder Sie überlegen noch, ob Sie sich melden sollen? Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen. Sprechen Sie mich gerne auch direkt an, wenn Ihre Frage hier nicht dabei ist.
Transaktionsanalyse
Was ist Transaktionsanalyse?
Die Transaktionsanalyse, kurz TA, ist ein psychologisches und psychotherapeutisches Verfahren, das von Eric Berne in den 1950er Jahren entwickelt wurde. Sie beschäftigt sich damit, wie Menschen miteinander kommunizieren, wie frühe Erfahrungen das heutige Erleben prägen und welche unbewussten Muster das Leben beeinflussen. Zentrale Konzepte sind die Ich-Zustände (Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kind-Ich), das Lebensskript und die Analyse von Transaktionen, also von Kommunikationsabläufen zwischen Menschen. (Mehr über TA als Therapieverfahren)
Für wen ist Transaktionsanalyse geeignet?
Die Transaktionsanalyse eignet sich für Menschen, die an ihrer eigenen Entwicklung interessiert sind: die verstehen möchten, warum sie in bestimmten Situationen immer wieder ähnlich reagieren, wie frühere Erfahrungen ihr heutiges Erleben beeinflussen und wie sich Beziehungen verändern lassen. Sie eignet sich außerdem als fachliche Weiterbildung für Menschen, die therapeutisch, beratend, pädagogisch oder in anderen Bereichen mit Menschen arbeiten.
Ist Transaktionsanalyse ein Therapieverfahren?
Ja, die Transaktionsanalyse (TA) ist ein Therapieverfahren, aber nicht nur das. Sie wird in vier Feldern angewendet: in Psychotherapie, Beratung, Pädagogik und Organisationsentwicklung. Was alle vier Felder verbindet, ist das psychologische Persönlichkeitsmodell der TA. In Deutschland ist die TA als humanistisches Therapieverfahren anerkannt, wird aber nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Sie wird daher häufig im Rahmen von Privatpraxis, Coaching oder Beratung angeboten. (Mehr über TA als Therapieverfahren)
Wie unterscheidet sich Transaktionsanalyse von anderen Therapieverfahren?
Die Transaktionsanalyse hat Gemeinsamkeiten mit mehreren Verfahren. Wie die Tiefenpsychologie fragt sie nach den Wurzeln von Mustern und danach, was eine Person früh über sich und die Welt gelernt hat. Wie die Verhaltenstherapie ist sie auf konkretes Verhalten und dessen Veränderung ausgerichtet. Wie die Systemische Therapie bezieht sie Beziehungen, Rollen und soziale Kontexte in die Arbeit ein.
Was die TA daraus macht: Sie ist tiefenpsychologisch fundiert, legt aber großen Wert auf Verständlichkeit. Die Konzepte sind so formuliert, dass Menschen sie in ihrer eigenen Lebenssituation wiedererkennen können. Veränderung entsteht in der TA nicht durch das Einüben neuer Verhaltensweisen allein, sondern durch das Loslassen alter Muster auf emotionaler Ebene. Die Arbeit kann dabei sehr körperlich spürbar werden.
Besonders an der TA ist auch ihr Menschenbild: die tiefe Überzeugung, dass jeder Mensch grundsätzlich in Ordnung ist, und es verdient, so gesehen zu werden.
Was ist die DGTA?
Die Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA) ist der deutsche Fachverband für Transaktionsanalyse. Sie vernetzt Fachleute, fördert die Qualität und Weiterentwicklung der TA und informiert über ihre verschiedenen Anwendungsfelder. Innerhalb der DGTA gibt es Fachgruppen, die sich mit den unterschiedlichen Bereichen der TA beschäftigen, darunter auch eine Fachgruppe Psychotherapie. Zertifikate der DGTA sind z.B. TA-Therapeut:in und TA-Berater:in.
Was ist die EATA?
Die European Association for Transactional Analysis (Europäische Gesellschaft für Transaktionsanalyse, EATA) ist der europäische Dachverband der Transaktionsanalyse. Sie verbindet die nationalen TA-Gesellschaften in Europa und setzt gemeinsame Standards für Ausbildung und Zertifizierung. Zu den Ausbildungs- und Zertifizierungsstufen der EATA gehören v.a. CTA, PTSTA und TSTA.
Was ist die ITAA?
Die International Transactional Analysis Association (Internationale Gesellschaft für Transaktionsanalyse, ITAA) ist der internationale Fachverband für Transaktionsanalyse. Sie fördert die weltweite Verbreitung, Weiterentwicklung und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Transaktionsanalyse.
Qualifikationen
Was macht Meike Fischer?
Ich bin Psychologin in Leer (Ostfriesland). In meiner Privatpraxis biete ich Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz und Paartherapie an. Ich arbeite vor allem mit der Transaktionsanalyse und bilde in diesem Verfahren auch aus. Seit 2022 bin ich Teil des Teams im Oliw, dem Oldenburger Institut für Weiterbildung, Beratung und Psychotherapie.
[→mehr über mich]
Welche Qualifikationen hat Meike Fischer?
Ich bin Diplom-Psychologin, zertifizierte Transaktionsanalytikerin Psychotherapie (CTA-P), Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie und systemisch-integrative Paartherapeutin. Eine Kassenzulassung habe ich nicht. Die Transaktionsanalyse wird von gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland nicht erstattet. [→mehr über meine Qualifikationen]
Was ist der Unterschied zwischen Psycholog:in und Psychotherapeut:in?
Eine Psycholog:in hat an einer Universität Psychologie studiert. Eine Psychotherapeut:in hat zusätzlich eine Therapieausbildung absolviert. Psychotherapeut:innen sind in der Regel auch Psycholog:innen oder Mediziner:innen, aber nicht jede Psycholog:in ist auch Psychotherapeut:in.
In Deutschland darf sich nur (psychologische Psychotherapeut:in nennen, wer in einem der vier von den Krankenkassen anerkannten Verfahren ausgebildet ist (Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, Systemische Therapie oder Psychoanalyse) und eine staatliche Zulassung hat.
Psycholog:innen ohne Kassenzulassung können in einem anderen Verfahren ausgebildet sein, zum Beispiel in der Transaktionsanalyse. Die Erlaubnis, damit Psychotherapie anzubieten, erhalten sie dann über die Heilpraktikerprüfung beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, dann darf sie „Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz“ anbieten.
Was ist ein:e Heilpraktiker:in für Psychotherapie?
Ein:e Heilpraktiker:in für Psychotherapie erwirbt durch eine staatliche Prüfung die behördliche Erlaubnis, eigenverantwortlich Psychotherapie durchzuführen. Heilpraktiker:innen sind beim Gesundheitsamt registriert. Ein Psychologiestudium ist dafür nicht erforderlich. Mit gesetzlichen Krankenkassen können sie nicht abrechnen. Achten Sie bei Heilpraktiker:innen auf die weiteren Qualifikationen, zum Beispiel ein Psychologie-Studium oder eine Therapieausbildung, wenn Sie sicher gehen wollen, in guten Händen zu sein. [→mehr über meine Qualifikationen].
Je nach Bundesland kann der korrekte Titel auch „Heilpraktiker:in beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie“ sein.
Was ist ein:e transaktionsanalytische:r Therapeut:in?
International bezeichnen sich Zertifizierte Transaktionsanalytiker:innen im Feld Psychotherapie (CTA-P) oft als transaktionsanalytische Therapeut:in. Innerhalb von Deutschland gibt es aber auch einen nationalen Abschluss TA-Therapeut:in der DGTA. Beide haben TA fundiert mit Bezug zu Psychotherapie gelernt, CTA-P ist aber ein höherer Abschluss als TA-Therapeut:in. In Deutschland benötigen beide zusätzlich eine staatliche Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie, zum Beispiel als Heilpraktiker:in beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie oder im Rahmen einer Tätigkeit in einer Klinik.
Was ist eine TA-Therapeut:in?
Das Zertifikat TA-Therapeut:in wird von der DGTA vergeben und setzt eine mindestens dreijährige Ausbildung in Transaktionsanalyse mit dem Schwerpunkt Psychotherapie voraus. Die Ausbildung umfasst die Modelle und Konzepte der TA in ihrer Anwendung auf psychotherapeutische Arbeit, vertieft durch Supervision und Selbsterfahrung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Gestaltung der therapeutischen Beziehung.
Was ist der Unterschied zwischen TA-Berater:in und TA-Therapeut:in?
TA-Berater:in und TA-Therapeut:in sind unterschiedliche Spezialisierungen innerhalb der Transaktionsanalyse. Beides sind Zertifikate der DGTA auf dem Master-Level. Die Ausbildung zur TA-Therapeut:in ist auf die psychotherapeutische Arbeit ausgerichtet. Die Beratungsausbildung richtet sich auf Beratung und berufliche Anwendungsfelder.
Wie werde ich transaktionsanalytische Therapeut:in?
Nach dem 101-Kurs folgt eine ca. 3-jährige Weiterbildung zur TA-Therapeut:in. Da das Zertifikat noch recht neu ist, findet das üblicherweise in Gruppen zusammen mit angehenden TA-Berater:innen statt. In drei weiteren Jahren kann die internationale Zertifizierung als Zertifizierte Transaktionsanalytiker:in Psychotherapie (CTA-P) erreicht werden.
Die Weiterbildungsgruppe „TA und Psychotherapie“ ist von Anfang an auf psychotherapeutische Kompetenzen ausgelegt.
Was bedeutet CTA bzw. CTA-P?
CTA-P steht für „Certified Transactional Analyst, Psychotherapy“ (Zertifizierte:r Transaktionsanalytiker:in im Feld Psychotherapie). CTA-P ist eine internationale Qualifikation der Transaktionsanalyse für den Bereich Psychotherapie. Die Zertifizierung erfolgt im Rahmen der internationalen Organisationen der Transaktionsanalyse, im europäischen Raum durch die EATA.
Was bedeutet PTSTA?
PTSTA steht für Provisional Teaching and Supervising Transactional Analyst, auf Deutsch „Lehrende:r und Supervidierende:r Transaktionsanalytiker:in unter Supervision“. PTSTAs sind ausgebildete Transaktionsanalytiker:innen, die Weiterbildungen in Transaktionsanalyse und transaktionsanalytische Supervision nach den Richtlinien der EATA anbieten. Das „P“ steht für „Provisional“ und kennzeichnet den Status während der Ausbildung zum TSTA.
Was bedeutet TSTA?
TSTA steht für Teaching and Supervising Transactional Analyst, auf Deutsch „Lehrende:r und Supervidierende:r Transaktionsanalytiker:in“. TSTA ist die höchste Qualifikationsstufe in der Ausbildung der Transaktionsanalyse. TSTAs bieten Weiterbildungen in Transaktionsanalyse und transaktionsanalytische Supervision nach den Richtlinien der EATA an und begleiten PTSTAs in ihrer Ausbildung.
Sind Ihre Qualifikationen anerkannt?
Ja. Das Diplom in Psychologie ist ein staatlich anerkannter Hochschulabschluss. Die Abschlüsse TA-Therapeut:in und CTA-P zertifizieren die therapeutischen Fähigkeiten in Transaktionsanalyse. Der Titel TA-Therapeut:in wird von der DGTA, der höherwertige Titel CTA-P von der EATA vergeben. Die Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie ist eine staatlich geprüfte Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz.
Psychotherapie
Wann ist Psychotherapie sinnvoll?
Psychotherapie ist sinnvoll, wenn psychische Beschwerden das Leben dauerhaft belasten: wenn Erschöpfung, Angst, depressive Verstimmungen oder innere Konflikte überhand nehmen oder sich Muster immer wiederholen, die sich nicht allein verändern lassen. Sie ist auch sinnvoll, wenn kein akuter Leidensdruck besteht, Sie aber etwas in Ihrem Leben verstehen oder verändern möchten. Auch vorsorglich kann Psychotherapie unterstützen, um gar nicht erst eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was zu Ihrer Situation passt.
Wobei kann Psychotherapie helfen?
Psychotherapie kann bei vielen Themen helfen. Dazu gehören zum Beispiel:
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Depressionen, depressive Verstimmungen und Erschöpfung
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Angststörungen, Panikattacken und soziale Ängste
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Trauma und Traumafolgestörungen
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psychosomatische Beschwerden und chronische Erkrankungen
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Selbstzweifel, Selbstkritik und Selbstwertprobleme
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Häufige Konflikte oder Einsamkeit und soziale Isolation
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Trauer und Verlust, Lebenskrisen, große Veränderungen
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Fragen nach Identität und Lebenssinn
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der Wunsch, sich selbst besser zu verstehen
Mit welcher Methode arbeiten Sie?
Ich arbeite vorwiegend mit der Transaktionsanalyse (TA), einem tiefenpsychologisch fundierten Verfahren, das sich mit inneren Mustern, Beziehungsdynamiken und persönlichen Lebensthemen beschäftigt. Die Transaktionsanalyse ist international seit Jahrzehnten etabliert und hat sich bei Depressionen, Angststörungen, psychosomatischen Beschwerden und Persönlichkeitsstörungen als wirksam erwiesen. Die Modelle sind verständlich, die Arbeit damit kann dennoch sehr in die Tiefe gehen. Je nach Thema integriere ich weitere Ansätze, zum Beispiel systemische, gestalttherapeutische, tiefenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Methoden.
Wie läuft eine Therapiesitzung ab?
Wir beginnen mit dem, was Sie mitbringen. Gemeinsam entscheiden wir, woran Sie arbeiten möchten. Die Hauptmethode ist das Gespräch. Je nach Verlauf der Therapie kommen weitere Methoden hinzu, zum Beispiel um biografische Zusammenhänge zu verstehen oder neue Entscheidungen auch emotional zu festigen. Kognitives Verstehen, emotionales Wahrnehmen und körperliches Spüren gehen oft Hand in Hand. Im Vordergrund steht für mich, Ihre eigenen Fähigkeiten zu stärken.
Wie lange dauert eine Sitzung?
Eine Sitzung dauert üblicherweise 60 Minuten. Kürzere oder längere Sitzungen sind auf Wunsch möglich.
Wie lange dauert eine Psychotherapie?
Das ist individuell. Manchen Menschen reichen einige Sitzungen, um wieder Boden unter den Füßen zu finden. Andere nehmen über längere Zeit Begleitung in Anspruch. Bei klar umrissenen Schwierigkeiten kann ein überschaubarer Prozess ausreichen. Bei tief verwurzelten Mustern oder komplexen Themen braucht Veränderung mehr Zeit. Sie müssen das zu Beginn nicht festlegen. Wir schauen gemeinsam, wie sich der Prozess entwickelt.
Was ist der Unterschied zwischen Psychotherapie und Coaching / Beratung?
Psychotherapie befasst sich mit psychischen Beschwerden, inneren Mustern und biografischen Zusammenhängen. Coaching und Beratung sind in der Regel stärker auf konkrete berufliche oder persönliche Ziele ausgerichtet und setzen keine psychischen Beschwerden voraus. Die Grenzen sind fließend, und je nach Anbieter werden die Begriffe unterschiedlich verwendet.
Arbeiten Sie mit allen Menschen, unabhängig von Geschlecht oder Hintergrund?
Ja. Ich arbeite mit Menschen. Geschlecht, Herkunft, sexuelle Orientierung oder Lebensform spielen dabei keine Rolle. Meine Praxis ist ausdrücklich LGBTQIA+ freundlich.
Bieten Sie Überbrückungsgespräche an, wenn ich auf einen Kassenplatz warte?
Ja. Ich biete stützende Gespräche an, wenn Sie auf einen Therapieplatz bei einer Kassenpraxis warten. Gerade in belastenden Phasen kann es helfen, nicht allein zu warten, sondern schon Unterstützung zu haben. Dabei handelt es sich um ein eigenständiges Angebot im Rahmen meiner Privatpraxis. Die Kosten werden von gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.
Gibt es aktuell freie Plätze?
Ja, aktuell sind Plätze frei. Melden Sie sich gerne.
Paartherapie
Was ist der Unterschied zwischen Paartherapie und Paarberatung?
Die Begriffe Paartherapie und Paarberatung werden häufig synonym verwendet und bezeichnen in der Praxis oft dasselbe Angebot. Eine einheitliche rechtliche Unterscheidung gibt es nicht.
Wie läuft Paartherapie ab?
Wir schauen gemeinsam auf das, was zwischen Ihnen passiert: auf Kommunikationsmuster, wiederkehrende Konflikte und die tieferen Zusammenhänge dahinter. Ich bin systemisch-integrative Paartherapeutin, d.h. ich lade Sie ein, Ihre Beziehung im Kontext von Familie und Umfeld zu verstehen (systemischer Ansatz), aber auch individuelle biografische Einflüsse und gelernte Beziehungsmuster zu untersuchen (z.B. transaktionsanalytische, tiefenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Einflüsse). Ziel ist ein tieferes gegenseitiges Verstehen und ein Miteinander, das sich für beide stimmig anfühlt.
Wie viele Sitzungen braucht man in der Paartherapie?
Das hängt vom Anliegen ab. Bei einem konkreten Konflikt können einige Gespräche ausreichen. Andere Paare wünschen sich über einen längeren Zeitraum Begleitung. Sie müssen zu Beginn nicht festlegen, wie viele Sitzungen Sie brauchen. Wir schauen im Verlauf, was sinnvoll ist.
Für wen ist Paartherapie geeignet?
Paartherapie ist für alle Paare geeignet, die an ihrer Partnerschaft arbeiten wollen. Zum Beispiel wenn Sie das Gefühl haben, aneinander vorbeizureden, wenn sie sich oft unverstanden fühlen, wenn Sie immer wieder in dieselben Konflikte geraten, aber auch, wenn Sie gemeinsam etwas Schweres verarbeiten wollen oder eine wichtige Entscheidung gemeinsam treffen möchten. Sie passt auch dann, wenn keine akute Krise vorliegt, Sie Ihre Beziehung aber bewusst weiterentwickeln möchten.
Ist Paartherapie auch für gleichgeschlechtliche Paare geeignet?
Ja, selbstverständlich ist Paartherapie auch für gleichgeschlechtliche Paare geeignet. Paartherapie richtet sich an alle Paare, unabhängig von Familienstand, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Meine Praxis ist ausdrücklich LGBTQIA+ freundlich. Entscheidend ist die gemeinsame Frage, mit der Sie in die Paartherapie kommen.
Ist Paartherapie auch für unverheiratete Paare geeignet?
Ja. Für eine Paartherapie ist es unerheblich, ob ein Paar verheiratet, kurz oder lang zusammen ist, oder sogar schon getrennt. Wenn Sie ein gemeinsames Anliegen haben, können Sie dazu eine Paartherapie nutzen.
Kann Paartherapie auch bei einer Trennung helfen?
Ja. Paartherapie kann auch dann sinnvoll sein, wenn eine Trennung im Raum steht. Die Gespräche können dabei helfen, eine Entscheidung zu klären, die Trennung zu gestalten oder nach einer Trennung einen guten Umgang miteinander zu finden. Wenn gemeinsame Kinder da sind, kann auch die weitere Zusammenarbeit als Eltern Thema sein.
Ist Paartherapie bei Untreue sinnvoll?
Ein Vertrauensbruch kann eine Beziehung stark belasten. Paartherapie kann dabei helfen, das Geschehene zu verstehen, über die Folgen zu sprechen und zu klären, wie es weitergehen kann. Ob die Beziehung fortgeführt werden soll, muss dabei nicht zu Beginn feststehen.
Kann Paartherapie helfen, wenn wir ständig streiten?
Ja. Wiederkehrende Streitigkeiten sind ein häufiges Thema in der Paartherapie. Dabei betrachten wir nicht nur den einzelnen Streit, sondern auch das Muster, in das beide Partner:innen dabei geraten. Oft wird dadurch verständlicher, warum Gespräche immer wieder an einem ähnlichen Punkt enden. In der Paartherapie geht es nicht um die Frage, wer schuld ist. Es geht auch nicht darum, sich immer einig zu sein. Die Paartherapeut:in ist auch keine Schiedsrichter:in, die entscheidet, wer recht hat. Es geht vielmehr darum, dass Sie miteinander einen Weg finden, mit Konflikten besser umzugehen. Mehr über die Ansätze finden Sie z.B. hier.
Ist Paartherapie bei häuslicher Gewalt sinnvoll?
Bei häuslicher Gewalt steht der Schutz der betroffenen Person im Vordergrund. Paartherapie ist in solchen Situationen nicht grundsätzlich geeignet. Wenn Gewalt in der Beziehung eine Rolle spielt, sollte dies bereits im Erstgespräch offen angesprochen werden. Dann lässt sich klären, welcher Rahmen für die jeweilige Situation verantwortbar ist.
Wann ist Paartherapie nicht mehr sinnvoll?
Solange beide bereit sind zu reden, ist Paartherapie sinnvoll. Solange ein Paar noch streitet, ist noch Energie in der Beziehung. Das Ziel muss nicht von Anfang an feststehen. Eine Paartherapie kann dazu beitragen, die Beziehung zu verbessern, eine Trennung vorzubereiten oder zu begleiten, oder nach einer Trennung eine gemeinsame Elternschaft zu erleichtern.
Bei häuslicher Gewalt gilt: Paartherapie ist nur dann sinnvoll, wenn beide Partner:innen klar gegen die Gewalt entschieden sind und ein Schutzplan für die betroffene Person besteht. Das lässt sich in einem Erstgespräch besprechen.
Kann Paartherapie auch beginnen, wenn mein:e Partner:in noch zögert?
Paartherapie ist sinnvoll, wenn beide bereit sind, aktiv daran teilzunehmen. Was manchmal hilft: sich gemeinsam auf ein erstes Gespräch einzulassen, ohne sich zu einer ganzen Beratung oder Therapie zu verpflichten. In diesem Erstgespräch können wir klären, was Sie für eine gemeinsame Entwicklung brauchen.
Kann ich auch allein kommen, wenn ich Beziehungsprobleme habe?
Was ich nicht anbiete, sind Einzelgespräche als Einstieg in eine spätere Paartherapie. Wenn ich zu einer Person bereits eine therapeutische Beziehung habe, erschwert das den Einstieg des/der anderen und meine unparteiische Haltung. Wenn die Partner:in keine Paartherapie möchte, kann eine eigene psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sein. Dort können Sie Ihre persönlichen Beziehungsmuster betrachten, Verletzungen verarbeiten oder eine anstehende Entscheidung in Ruhe klären.
Weiterbildung in Transaktionsanalyse
Bieten Sie Weiterbildung in Transaktionsanalyse an?
Ja. Der Einstieg in die Transaktionsanalyse ist der TA-101-Kurs, der für alle offen ist und keine Vorkenntnisse voraussetzt. Er ist gleichzeitig Voraussetzung für alle weiteren TA-Ausbildungen. Die Weiterbildungsgruppe „TA und Psychotherapie“ richtet sich an Fachkräfte im psychotherapeutischen und psychosomatischen Bereich. Sie ermöglicht den Erwerb der DGTA-Zertifikate TA-Therapeut:in und TA-Praxiskompetenz sowie die Vorbereitung auf die EATA-Prüfung zum CTA-P. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Weiterbildung.
Was ist ein TA-101-Kurs?
Der TA-101-Kurs ist eine Einführung in die Transaktionsanalyse. Er vermittelt die grundlegenden Konzepte und Modelle der TA und richtet sich an Menschen ohne Vorkenntnisse. Der TA-101 ist außerdem Voraussetzung für weitere Ausbildungen in Transaktionsanalyse.
Für wen ist der TA-101 geeignet?
Der TA-101 eignet sich für Menschen, die Transaktionsanalyse kennenlernen möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kurs kann für die persönliche Entwicklung interessant sein und ist zugleich ein möglicher Einstieg in eine weiterführende TA-Ausbildung.
Brauche ich den TA-101 vor einer TA-Weiterbildung?
Ja. Der TA-101-Kurs ist Voraussetzung für die weiteren TA-Ausbildungen.
Wann findet der nächste TA-101-Kurs in Leer statt?
Der nächste Termin in Leer ist noch nicht geplant. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich gerne bei mir. Regelmäßige Termine gibt es außerdem am Oliw in Oldenburg.
Supervision
Bieten Sie Supervision an?
Ja. Ich biete Supervision auf Basis der Transaktionsanalyse an, im Einzelsetting und in der Gruppe, für Fachkräfte, Teams und Unternehmen. Einzelsupervision dauert 45 Minuten und kostet 100 Euro. Für Ausbildungskandidat:innen in der TA-Weiterbildung sind ermäßigte Konditionen möglich. Gruppensupervision vereinbaren wir individuell.
Für wen ist Supervision sinnvoll?
Für alle, die beruflich mit Menschen arbeiten. Sie kennen Ihr Berufsfeld und die konkreten Situationen, die Sie beschäftigen. Ich bringe die fachliche Perspektive auf Dynamiken, Muster und Kommunikation mit und unterstütze Sie dabei, eigene Lösungen zu finden. Supervision ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern ein Zeichen von Professionalität.
Wie läuft eine Supervision ab?
Sie bringen eine konkrete Situation oder Fragestellung aus Ihrer beruflichen Arbeit mit. Gemeinsam betrachten wir die Dynamik und suchen nach einem besseren Verständnis der Situation. Dabei können transaktionsanalytische Modelle helfen, eigene Reaktionen, Beziehungsmuster und Kommunikationsabläufe genauer zu erkennen.
Bieten Sie Einzelsupervision an?
Ja. Eine Einzelsupervision dauert 45 Minuten und kostet 100 Euro. Für Ausbildungskandidat:innen in der TA-Weiterbildung sind ermäßigte Konditionen möglich.
Bieten Sie Gruppensupervision an?
Ja. Gruppensupervision ist nach individueller Vereinbarung möglich.
Bieten Sie Supervision für Teams an?
Ja. Ich biete Teamsupervision für psychosoziale, therapeutische und beratende Arbeitsfelder an. Inhalt und Umfang werden gemeinsam vereinbart.
Bieten Sie Supervision für TA-Ausbildungskandidat:innen an?
Ja. Ich biete Supervision im Rahmen der TA-Weiterbildung an. Für Ausbildungskandidat:innen sind ermäßigte Konditionen möglich.
Was unterscheidet Supervision von Coaching?
Supervision richtet sich häufig an Menschen, die beruflich mit anderen Menschen arbeiten. Im Mittelpunkt stehen konkrete Situationen aus der beruflichen Praxis, die eigene Rolle und die Dynamik in Beziehungen oder Teams. Coaching kann stärker auf persönliche oder berufliche Ziele ausgerichtet sein. Die Begriffe werden allerdings unterschiedlich verwendet.
Kosten und Abrechnung
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz und für Paartherapie in der Regel nicht. Mein Angebot richtet sich daher an Selbstzahler. Einige private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten teilweise. Das lohnt sich im Einzelfall bei Ihrer Versicherung zu erfragen.
Welche Vorteile hat eine selbst bezahlte Therapie gegenüber der Kassentherapie?
Eine Privatpraxis bietet unter anderem eine kürzere Wartezeit und eine größere Freiheit bei der Wahl des therapeutischen Verfahrens (zum Beispiel Transaktionsanalyse, die von den Kassen nicht getragen wird). Sie entscheiden selbst, wie häufig Sie kommen und wie lange Sie in Therapie bleiben. Und es entsteht keine psychiatrische Diagnose in der Krankenakte, was in manchen beruflichen oder versicherungsrelevanten Situationen eine Rolle spielen kann. Der Nachteil liegt auf der Hand: Die Kosten trägt man selbst.
Was kostet eine Sitzung?
Eine Sitzung Psychotherapie oder Paartherapie kostet 100 Euro pro Stunde. Kürzere oder längere Sitzungen sind möglich und werden anteilig berechnet. Eine Supervisions-Sitzung wird mit 100 Euro für 45 Minuten berechnet. Für Ausbildungs-Teilnehmer:innen sind ermäßigte Preise möglich.
Kann ich die Kosten steuerlich absetzen?
Nein. Da ich keine Umsatzsteuer ausweise, sind die Kosten steuerlich nicht absetzbar.
Termine und Organisation
Wie nehme ich Kontakt auf?
Am einfachsten per E-Mail. Telefonisch bin ich oft schlechter zu erreichen. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich. Sie müssen noch nicht wissen, ob Sie eine Therapie beginnen möchten.
Zu welchen Zeiten sind Termine möglich?
Termine sind möglich:
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vormittags: Dienstag, Mittwoch und Freitag
-
nachmittags: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
Genaue Zeiten vereinbaren wir individuell.
Gibt es eine Wartezeit?
Aktuell sind Plätze frei. Melden Sie sich gerne.
Wo ist Ihre Praxis, und wie komme ich hin?
Meine Praxis befindet sich in Leer-Loga:
Hoher Weg 6
26789 Leer
Parkplätze sind direkt am Haus vorhanden. Die Buslinie 652 hält vor der Praxis. Weitere Buslinien sind in weniger als zehn Minuten zu Fuß erreichbar.
Ist Ihre Praxis LGBTQIA+ freundlich?
Ja. Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität sind in meiner Praxis willkommen.
Ist die Praxis barrierefrei?
Leider nicht. Es müssen Treppen überwunden werden. Wenn das für Sie ein Hindernis ist, sprechen Sie mich gerne an. Wir finden gemeinsam eine Lösung.
Bieten Sie Online-Therapie an?
In der Regel biete ich keine Online-Therapie an. Wenn Sie den Eindruck haben, dass es für Sie nicht anders geht, fragen Sie gerne direkt bei mir nach, schildern mir kurz Ihre Situation, dann schauen wir gemeinsam, was passt.
Bieten Sie Telefongespräche an?
Reguläre Therapiesitzungen finden in meiner Praxis statt. In Ausnahmesituationen können Patient:innen und Klient:innen, die bereits mit mir arbeiten, telefonisch Unterstützung bekommen.
Bieten Sie tiergestützte Therapie an?
Nicht direkt. An einigen Tagen ist ein Hund in der Praxis anwesend. Er ist allerdings kein ausgebildeter Therapiehund. Trotzdem kann sich seine Anwesenheit positiv auf die Therapie auswirken. Es kann Ruhe ausstrahlen, wenn der Hund mit dabei liegt. Oder der Hund macht durch seine Reaktionen bislang unbewusste Gefühle im Raum bewusst. Lassen Sie sich überraschen!
Und: Falls Sie einen Termin ohne Hund bevorzugen, sagen Sie einfach Bescheid; ich plane Sie dann gerne an einem hundefreien Tag ein.
Haben Sie eine Frage, die hier nicht beantwortet ist? Schreiben Sie mir gerne. Ich antworte persönlich.
